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Zugewinn = Ausgleich der Vermögenswerte

Wer keine ausdrückliche Regelung getroffen hat, lebt im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, dies bedeutet später ein Zugewinnausgleich geltend gemacht werden kann. Dies ist bei den meisten Ehen und

Zugewinnausgleich Zugewinn Ausgleich der Vermögenswerte Anfangsvermögen Endvermögen Notarvertrag formfrei

eingetragenen Lebenspartnerschaften der Fall. Mit der Eheschließung (Nachfolgendes gilt auch für die Eintragung der Lebenspartner) wird das Vermögen eines jeden Ehegatten aber nicht zum gemeinsamen Eigentum, es bleibt im Eigentum des jeweiligen Ehegatten. Bsp.: F hat ein Einfamilienhaus mit in die Ehe gebracht, das bei der Eheschließung einen Wert von 120.000 € hatte und hat dieses Haus bei Ende der Zugewinngemeinschaft einen Wert von 200.000 €, würde F ein Zugewinn, d. h. ein Vermögenszuwachs von 80.000 € haben. Bsp.: Hat M eine Oldtimersammlung, die bei Eheschluss 150.000 € und bei Zustellung des Scheidungsantrags 180.000 € wert wäre, betrüge der Vermögensgewinn des M 30.000 €. Der Zugewinnausgleich soll daher die von den Ehegatten während der Ehe erworbenen Vermögenswerte ausgleichen.

 

OnlineScheidung-Rechtsanwalt-Tipp:

Gerade bei längeren Ehen/Lebenspartnerschaften kann die Feststellung des Anfangsvermögens Schwierigkeiten bereiten. Anzuraten ist bei Eheschließung bzw. Begründung einer Lebenspartnerschaft die Erstellung eines Vermögensverzeichnisses, das zweckmäßigerweise von beiden Parteien mit Datum der Anfertigung und Unterschriften versehen werden sollte.

Wenn keine Verzeichnisse erstellt worden sind, geht das Gesetz in § 1377 Abs. 3 BGB davon aus, dass kein Anfangsvermögen vorhanden gewesen ist. Diese gesetzliche Vermutung kann nur durch Beweise widerlegt werden, wobei jegliche Beweise zulässig sind.

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