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Aufstockungsunterhalt

nachehelicher Unterhalt wegen Aufstockung; Aufstockungsunterhalt

Der Aufstockungsunterhalt setzt zunächst voraus, dass die Ex-Ehepartner während der Ehe Erwerbstätigkeiten nachgegangen sind. Ferner muss der Geringerverdiener Einkünfte haben, die einen eheangemessenen Lebensstandard nicht ausreichend sind. Der Anspruch greift aber nur dann, wenn er nicht schon wegen der Betreuung eines Kindes, wegen Alters oder Krankheit Unterhalt fordern kann. Ein nur geringer Unterschiedsbetrag ist jedoch nicht auszugleichen. Die Grenze wird bei etwa 50,- € gezogen.

Unterhalt nach den ehelichen Lebensverhältnissen

Da sich der Unterhaltsbedarf an den ehelichen Lebensverhältnissen orientiert, kommt der Aufstockungsunterhalt oft bei Lebensverhältnissen vor, in denen einer der Ehegatten ein weitaus größeres Einkommen hatte als der andere.

Bsp.: Die Ehe von M und F wird geschieden. M hat ein Nettoeinkommen von 3.000,- €. F verdient 1.800,- € . Sie kann von M einen Aufstockungsunterhalt in Höhe von 3/7 der Differenz beider  Einkommen beanspruchen, also 514,29 €.

Bsp.: Hat M noch Kapitaleinkünfte, kann F hiervon die Hälfte verlangen.

Herabsetzung und Begrenzung des Unterhalts

Nicht in jedem Fall ist der Unterhaltsanspruch zeitlich unbegrenzt gewährt. Ebenso richtet er sich der Höhe nach nicht immer nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Lesen Sie weiter im Themenblock Dauer Wegfall Verwirkung des nachehelichen Unterhalt.

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