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Nachehelicher Unterhalt wegen Billigkeit

Nachehelicher Unterhalt wegen Billigkeit

Dieser Unterhalt, der keinen bestimmten Einsatzzeitpunkt verlangt, ist gegenüber den anderen vorgenannten Unterhaltstatbeständen nachrangig; es greift also erst dann, wenn keiner der anderen 6 Unterhaltstypen zur Anwendung kommt.

Nachehelicher Unterhalt wegen Billigkeit soll, wenn kein anderer Unterhalt in Frage kommt, vor Ungerechtigkeiten bewahren, soweit und solange von dem Unterhaltsbedürftigen aus schwerwiegenden Gründen eine Erwerbstätigkeit nicht verlangt werden kann und eine Versagung von Unterhalt grob unbillig wäre. Im Einzelfall kann ein Anspruch in folgenden Fällen gewährt werden:

  • Zurückstellung der eigenen Erwerbstätigkeit wegen Pflege eines Angehörigen des Unterhaltspflichtigen;
  • Ausbildungsfinanzierung des Unterhaltspflichtigen während der Ehe;
  • Hohe Vermögensopfer durch den Unterhaltsbedürftigen während der Ehe;
  • Lange Ehedauer;
  • Aufgabe der Arbeit auf Wunsch des Ehegatten;
  • Betreuung eines Kindes aus Vorehe des Unterhaltspflichtigen (Stiefkind);
  • Gemeinschaftliche Aufnahme eines Pflegekindes.
  • Behinderung des Unterhaltsberechtigten

Herabsetzung und Begrenzung des Unterhalts

Nicht in jedem Fall ist der Unterhaltsanspruch zeitlich unbegrenzt gewährt. Ebenso richtet er sich der Höhe nach nicht immer nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Lesen Sie weiter im Themenblock Herabsetzung und zeitliche Beschränkung.

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