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Aufstockungsunterhalt

nachehelicher Unterhalt wegen Aufstockung; Aufstockungsunterhalt

 

Der Aufstockungsunterhalt setzt voraus, dass der Unterhaltsberechtigte einer Erwerbstätigkeit nachgeht, aber die Einkünfte für seinen vollen eheangemessenen Betrag nicht ausreichend sind. Den Unterschiedsbetrag zwischen seinem Erwerbseinkommen und dem vollen Unterhalt kann er von dem Unterhaltspflichtigen verlangen. Der Anspruch greift aber nur dann, wenn er nicht schon wegen der Betreuung eines Kindes, wegen Alters oder Krankheit Unterhalt fordern kann. Ein nur geringer Unterschiedsbetrag ist jedoch nicht auszugleichen. Die Grenze wird bei etwa 50,- € gezogen.

Da sich der Unterhaltsbedarf an den ehelichen Lebensverhältnissen orientiert, kommt der Aufstockungsunterhalt oft bei Lebensverhältnissen vor, in denen einer der Ehegatten ein weitaus größeres Einkommen hatte als der andere.

Bsp.: Die Ehe von M und F wird geschieden. M hat ein Nettoeinkommen von 3.000,- €, F in Höhe von 1.800,- € . Der Unterhaltsbedarf beträgt (3.000 +1.800=) 4.800,- € : 1/2= 2.400,- €. Der Aufstockungsunterhalt der F beträgt (2.400 – 1.800=) 600,- €.

Herabsetzung und Begrenzung des Unterhalts

Nicht in jedem Fall ist der Unterhaltsanspruch zeitlich unbegrenzt gewährt. Ebenso richtet er sich der Höhe nach nicht immer nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Lesen Sie weiter im Themenblock Herabsetzung und zeitliche Beschränkung des Unterhalts.

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