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Nachehelicher nachpartnerschaftlicher Unterhalt

Nachehelicher Unterhalt Ehegattenunterhalt nachpartnerschaftlicher Unterhalt

Dieser Unterhalt und die nachfolgenden Infos gelten sowohl für die Ehegatten nach einer Scheidung als auch für eingetragene Lebenspartner nach Aufhebung der Gemeinschaft.

Spätestens mit Rechtskraft der Scheidung endet der Trennungsunterhalt. Die Rechtskraft tritt einen Monat nach Zustellung des Scheidungsbeschlusses ein, sofern keiner der Ehegatten ein Rechtsmittel einlegt. Die Scheidung wird bereits im Scheidungstermin rechtskräftig, wenn beide Ehegatten einem Rechtsmittelverzicht zugestimmt haben (anwaltliche Vertretung notwendig).

Wer nun nachehelichen Unterhalt haben möchte, muss diesen ausdrücklich von dem Unterhaltspflichtigen einfordern.

Ab der Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit, § 1569 BGB. Von jedem Ehegatten wird grundsätzlich verlangt, dass er selbst nun für seinen Unterhalt sorgt. Nur ausnahmsweise kommen Unterhaltsansprüche, die sich grundsätzlich an den ehelichen Lebensverhältnissen orientieren, aus dem Gesichtspunkt der nachwirkenden Mitverantwortung des wirtschaftlich stärkeren Ehegatten in Betracht, sofern ab der Rechtskraft der Scheidung eine lückenlose Unterhaltskette vom Unterhaltsberechtigten nachgewiesen werden kann. Bsp.: Eine kinderlose Ehe wird geschieden. Beide Ehegatten waren vor und nach der Ehe erwerbstätig. 3 Jahre nach der Scheidung verliert die Ex-Frau Ihre Arbeitsstelle. Einen Unterhaltsanspruch hat sie nicht, weil keine lückenlose Unterhaltskette bestanden hat. Sehen Sie ergänzend bei den Einsatzzeitpunkten der jeweiligen Unterhaltstypen.

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