Trennungsunterhalt, Ehegattenunterhalt, Unterhaltsberechnung

Trennung beweisen

Wollen sich beide Ehegatten (oder eingetragene Lebenspartner) scheiden lassen, müssen die Ehegatten gegenüber dem Gericht nicht nur

Trennung beweisen Trennungsjahr

persönlichen Angaben wie Namen, Geburtsnamen, Staatsangehörigkeit und Wohnort machen. Wichtig sind insbesondere übereinstimmende und zutreffende Angaben zur Trennung auch im Scheidungstermin machen:

Trennung durch Auszug aus Wohnung/Haus

Haben die Ehegatten während der Trennungszeit in eigenen Wohnungen gelebt, bedarf es nur der Angabe desselben Trennungszeitpunktes, das heißt, wann endete der bisherige Mietvertrag und wann ist jeder in die eigene Wohnung gezogen. Stimmen die Angaben der Scheidungswilligen überein, kommt in der Regel für die Scheidung nur noch die Frage des Gerichts, ob einer von Beiden die eheliche Lebensgemeinschaft wiederherstellen möchte. Wird dies verneint, kann die Ehe geschieden werden, wenn nicht andere Sachen, wie Versorgungsausgleich, Unterhalt, Hausrat etc. geklärt werden müssen.

Problem: Getrenntleben unter einem Dach 

Bei einer Trennung innerhalb der ehelichen Wohnung liegt es auf der Hand, dass hier manches Mal Schwierig-keiten bestehen, die Trennung beweisen zu können, zumindest, wenn einer der Ehegatten sich die Sache noch einmal überlegt und im Scheidungstermin überraschend abweichende Angaben macht, die einer Trennung innerhalb der ehelichen Wohnung, dem Trennungsbeginn usw. widersprechen. Dies ist aber relativ selten der Fall ist.

Beim Getrenntleben unter einem Dach wird das Gericht in der mündlichen Verhandlung beispielsweise die Scheidungswilligen befragen, wie die Trennung von statten gegangen ist und wie die Wohnung bzw. das Haus aufgeteilt ist. Wenn die Wohnung nur aus einem oder zwei Zimmern bestehen und neben den Eltern auch noch Kinder in Haushalt leben, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie eine Trennung praktisch durchführbar gewesen ist. Übliche Fragen des Gerichts lauten etwa:

  • Wer hat wo geschlafen?
  • Wo wurden die Mahlzeiten eingenommen?
  • Gab es zwei Fernseher oder nur einen?

Kommt es zu widersprüchlichen Angaben der Beteiligten, muss damit gerechnet werden, dass am diesem Tage die Scheidung mangels Erfüllung der Trennungsvoraussetzungen nicht geschieden wird. Es droht dann eine kostenpflichtige Klageabweisung, die auch den Antragsteller trifft, wenn ihm Verfahrenskostenhilfe bewilligt wurde.

Wie kann die Trennung bewiesen werden?

Sollte es zu Unstimmigkeiten zur Trennung innerhalb der eigenen Wohnung kommen, gibt es keinen unbeteiligten Zeugen, der den täglichen Ablauf in der ehelichen Wohnung während des Trennungsjahres beschreiben kann. Unabhängig, ob die Parteien in der Ehewohnung oder in eigenen Wohnungen gelebt haben, wenden wir uns schriftlich nach erfolgter Trennung der Parteien an den anderen Ehegatten. Hierin bestätigen wir unter anderem,

  • dass sich entweder beide zur Trennung entschlossen haben oder auch nur einer der Ehegatte, wann wer aus der ehelichen Wohnung ausgezogen ist und wohin.
  • wann einer Trennung innerhalb der Ehewohnung erfolgt ist und wie dies im Alltag funktioniert; insbesondere wird beim Getrenntleben in der Ehewohnung darauf hingewiesen genommen, dass keine Versorgungsleistungen (Wäsche waschen, kochen, einkaufen etc.) für den anderen erbracht werden, jeder in seinem Wohn- und Schlafbereich lebt, Mahlzeiten getrennt voneinander eingenommen werden und getrennte Kassen bestehen;
  • dass keine gemeinsamen Aktivitäten (Kinobesuche, Wochenendfahrten, Urlaub etc.) erfolgen werden und
  • dass die Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht wieder in Betracht kommt.

Der andere Ehegatte wird zugleich von uns aufgefordert, die gemachten Angaben zu bestätigen. Hilfreich sind auch nachfolgende Beweise:

  • Mietvertrag über die eigene Wohnung;
  • Meldebescheinigung (reicht allein aber nicht aus);
  • Zeugenaussagen, auch der eigenen Kinder;
  • Führung eines Kalenders mit Ihren Aktivitäten unter Angaben von Zeugen hierfür

Wenn einer der Ehegatten nach der „offiziell“ erklärten Trennung unter einem Dach weiterhin die Wäsche des anderen mit wäscht, für ihn kocht und auch ansonsten die Trennung ignoriert, sollten die Alarmglocken läuten: Hier hilft nur eins, sich eine eigene Wohnung suchen. Ansonsten muss damit gerechnet werden, dass man nicht den Beweis für eine vollzogene Trennung nicht erbringen kann.

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