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Wie lange dauert eine Scheidung?

Wie lange dauert eine Scheidung

Wie lange eine Scheidung dauert, kann nicht pauschal beantwortet werden. Zunächst ist ein Trennungsjahr in den meisten Fällen einzuhalten, selbst wenn es sich um eine kurze Ehe bzw. kurze eingetragene Lebenspartnerschaft handelt. Ein „heute geheiratet und morgen geschieden“ gibt es nicht. Nur in Ausnahmefällen muss man kein Trennungsjahr abwarten und zwar dann, wenn eine unzumutbare Härte vorliegt. Das Scheidungsverfahren bzw. das Aufhebungsverfahren beginnt mit dem Eingang des Scheidungsantrags bei Gericht. Im Idealfall, d.h. die Scheidung verläuft einvernehmlich, kann eine Ehe innerhalb von 3 Monaten geschieden werden. Regelmäßig muss man mit mindestens 4 Monaten rechnen, meist wesentlich länger. Welche Faktoren eine Scheidung in die Länge ober verkürzen können, lesen Sie im Folgenden: 

Ohne Trennungsjahr – Die Härtefallscheidung

Eine Ehe kann ohne Einhaltung des Trennungsjahres geschieden werden, wenn massive Gründe in der Person des anderen Ehegatten ein Abwarten des Trennungsjahres nicht zugemutet werden kann. Welche Gründe in Betracht kommen, können Sie hier lesen

Mit Trennungsjahr – Die schnelle Scheidung

Eine Scheidung kann im Idealfall innerhalb von etwa 8 Wochen vom Gericht ausgesprochen, wenn

  • die Ehegatten zumindest 10 Monate getrennt leben;
  • die Scheidungsunterlagen vorliegen (wie online übersandtes Scheidungsformular, Heiratsurkunde, Vollmacht);
  • die Ehegatten sich über alles einig sind;
  • der Versorgungsausgleich ausgeschlossen ist (Verzicht durch Antrag von beiden Anwälten  gegenüber dem Gericht oder durch Einreichung einer notariellen Urkunde);
  • der Scheidungsantrag zusammen mit den Scheidungskosten bei Gericht eingereicht wird;
  • das Gericht ist nicht übermäßig belastet;
  • kein Verfahrenskostenhilfeantrag in Frage kommt.

Mit Trennungsjahhr – Die längere Scheidung

Was verlängert die Scheidungsdauer:

Der Versorgungsausgleich wird durchgeführt:

Das Geicht übersendet den Beteiligten nach Zustellung des Scheidungsantrags die Formulare zum Versorgungsausgleich, die innerhalb von 4 Wochen an das Gericht zurückgegeben werden sollen. Dann dauert es mindestens 2 Monate, bis die Versorgungsträger Auskünfte erteilen. Eine Abtrennung vom Scheidungsverfahren ist nach 3 Monaten grundsätzlich möglich, siehe Themenblock Versorgungsausgleich.

Verzögerliche Rückreichung der Formulare zum Versorgungsausgleich:

Den Beteiligten wird ein Zeitraum von 4 Wochen gegeben für die Rückgabe der ausgefüllten Formulare. Gelegentlich kommt ein Beteiligter dem nicht nach, aus Nachlässigkeit, fehlender Einsicht, bewusstem Hinauszögern der Scheidung oder der Hoffnung, länger Trennungsunterhalt zu erhalten. Die Schritte des Gerichts sind dann wie folgt: Nachfrist > Androhung von Zwangsgeld, dann Festsetzung von Zwangsgeld oder Anhörung des Beteiligten durch das Gericht > Erscheint dieser nicht zum Termin > Ordnungsgeld und Festsetzung des Zwangsgeldes. Dieses Verhalten des Betreffenden liegt allein in seinem Verantwortungsbereich. Wir distanzieren uns ausdrücklich hiervon.

Die Beantragung von Verfahrenskostenhilfe:

Dieser Antrag kann ein Verfahren ausbremsen, muss es aber nicht in jedem Fall. Hier arbeiten die Gerichte völlig unterschiedlich. Zuletzt hatten wir schon nach 18 Tagen einen Bewilligungsbeschluss für Verfahrenskostenhilfe, es kann aber auch Wochen dauern.

Es wird eine Stufenklage eingereicht:

In diesem Fall wird der Scheidungsantrag mit einem Auskunftsanspruch verbunden, Stufenklage. Diese Variante ist notwendig, wenn außergerichtlich für die Geltendmachung von Unterhalt keine ordnungsgemäße oder keine Auskunft über das Einkommen des Unterhaltspflichtigen oder des Unterhaltsberechtigten erteilt worden ist. Dann wird im gerichtlichen Verfahren auf Stufe 1 erst die Auskunft über das Einkommen geklärt. Hiernach wird zum eigentlichen Scheidungsverfahren übergegangen;

Die Beteiligten streiten sich über alles:

Hier kann sich ein Verfahren durchaus über ein Jahr und länger hinziehen. Dies schont nicht gerade die Nerven der Beteiligten und verteuert die Scheidung. 

Fernbleiben eines Ehegatten von der mündlichen Verhandlung vor Gericht

wegen (tatsächlicher oder vorgeschobener) Erkrankung.

Hier Ihre Scheidung / Aufhebung beantragen, einfach und schnell

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