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Wechselmodell

Mit der Trennung der Eltern werden die Kinder aus dem vertrauten Umfeld herausgerissen. Meist zieht einer der Elternteile aus, während der andere mit dem Kind in der Wohnung verbleibt. Der ausgezogene Elternteil steht für das Kind dann nicht mehr in dem Maße wie vorher zur Verfügung. Hierüber helfen dem Kind auch nicht Umgangsrechte am Wochenende oder den Ferien hinweg. 

Residenzmodell

Diese wird seit vielen Jahren von den getrenntlebenden bzw. geschiedenen Eltern praktiziert:

  1. Das Kind bzw. die Kinder leben überwiegend bei einem Elternteil; Dieser Elternteil erbringt somit die meisten Betreuungsleistungen ;
  2. Der Andere hat Umgangsrechte: Alle 14 Tage Freitag bis Sonntag. Er hat den vollen Kindesunterhalt zu Händen der Kindesmutter bei minderjährigen zu zahlen.

Erweiterter Umgang mit dem Kind

  1. Das Kind bzw. die Kinder leben wie bei Residenzmodell überwiegend bei einem Elternteil.
  2. Das Umgangsrecht des Anderen ist stärker ausgeprägt: Weiterer Umgangstag während der Woche, oder das Kind lebt eine zusammenhängende Woche oder Monat bei dem anderen Elternteil.
  3. Mögliche Mehrausgaben (Fahrtkosten etc.) für den anderen Elternteil können durch Herabstufung in eine niedrigere Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle ausgeglichen werden.

Wechselmodell – Bedeutung

  1. Die Eltern teilen sich zu fast gleichen Anteilen die Tage der Kinderbetreuung. Also, wenn die Kindesmutter das Kind 20 Tage betreut, der Vater 10 Tage, liegt kein Wechselmodell vor.
  2. Ein Wechselmodell ist meist nicht durchführbar, wenn einer der Elternteile unregelmäßige Srbeuitszeiten hat oder die Eltern weit auseinander wohnen.
  3. Aich gegen den Willen eines Elternteils kann ein Wechselmodell angeordnet werden, so der Bundesgerichtshof. Allerdings muss eine solche regelung dann auch dem Kindeswohl entsprechen.
  4. Ein Wechselmodell setzt auch voraus, dass die Eltern miteinander reden können. Denn es gibt immer Dinge wie Schule, ärztliche Behandlung, Förderungen etc., über die man sich abstimmen muss.

Unterhalt beim Wechselmodell

Beide Elternteile übernehmen den Barunterhalt für ihr Kind im Verhältnis zu ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen. Wer mehr verdient, muss auch mehr Kindesunterhalt zahlen. Kann ein Elternteil keinen Unterhalt zahlen, weil er zu wenig Einkommen hat, sind die Eltern dieses unterhaltspflichtigen Elternteils heranzuziehen, sofern sie ausreichend leistungsfähig hierzu sind.

Vorteile des Wechselmodells

  • Entlastung des bislang überwiegend Betreuenden;
  • Kinder sehen auch den anderen Elternteil häufiger und die Beziehung zu diesem Elternteil ist intensiver;
  • Förderung der Kindesentwicklung durch beide Elternteile

Nachteile des Wechselmodells

  • Kinder können durch den ständigen Umzug von einem zum anderen Elternteil das Gefühl hin und hergerissen zu sein.
  • Kontinuität für die Kinder fehlt;
  • Unterschiedliche Erziehungsmethoden; was der eine erlaubt, verbietet der andere

Kindergeld beim Wechselmodell

  1. Derjenige Elternteil, bei dem das Kind zumindest 51% lebt, erhält das Kindergeld.
  2. Bei 50:50 Betreuungsleistungen können die Eltern absprechen, wer das Kindergeld beziehen soll.

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