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Unterhaltstitel

Unterhaltstitel; kostenlos Jugendamt

In einem Unterhaltstitel werden Regelungen getroffen, wer von wem welchen Unterhalt ab wann (und wie lange) beanspruchen kann. Der Titel beruht auf dem Einkommen des/der Unterhaltspflichtigen, berücksichtigt aber auch ein mögliches Einkommen des Pflichtigen und spricht dem Berechtigten einen bestimmten Unterhaltsbetrag zu. Mit dem Titel in den Händen kann regelmäßig die Zwangsvollstreckung gegen den Unterhaltsschuldner eingeleitet werden. Es kommen unter anderem Kontopfändung, Lohnpfändung, Hausratspfändung etc. in Betracht, wenn der Schuldner keinen oder nicht den vereinbarten Unterhalt zahlt.

Der in einem Unterhaltstitel geregelte Betrag ist für die Beteiligten bindend, solange er nicht mit durch einen anderen Titel ersetzt wird oder die Beteiligten sich auf einen anderen Betrag einigen.Aber auch bei freiwilligen, regelmäßigen, in der Höhe korrekten und fristgemäßen Zahlungen des Unterhaltsschuldners hat der Bundesgerichtshof dem Unterhaltsberechtigten ein Titulierungsrecht eingeräumt, das heißt er hat ein Recht darauf, dass der Schuldner ihm einen entsprechenden Titel übergibt. Insofern sollte der Berechtigte den Unterhaltsschuldner hierzu unter Fristsetzung von etwa 14 Tagen auffordern. Kommt der Schuldner dem nicht nach, kann eine gerichtliche Zahlungsklage eingeleitet werden. Die Entscheidung des Gerichts stellt dann den notwendigen Titel dar, den für die zwangsweise Durchsetzung der Unterhaltsforderung benötigt wird. Nicht jeder Titel verursacht Kosten

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