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Zweitausbildung des volljährigen Kindes

Zweitausbildung des Kindes; Ausbildungswechsel

Eltern müssen Ihren Kindern eine angemessene Ausbildung finanzieren. Im Gegensatz müssen die Kinder die Ausbildung zielstrebig und mit Fleiß innerhalb angemessener Zeit absolvieren. Mit Beendigung der Erstausbildung endet grundsätzlich die Unterhaltspflicht der Eltern für die Kinder. Es gibt aber Ausnahmen:

Finanzierung einer weiteren Ausbildung?

Bei Vorliegen besonderer Umstände haben die Eltern auch die Kosten für eine Zweitausbildung ihres Kindes zu tragen:

  • Die erste Berufsausbildung  stellt sich als ungeeignet für das Kind heraus;
  • Gesundheitliche Gründe machen eine andere Ausbildung erforderlich. ( Mehlstauballergie des Bäckerlehrlings, Asthma etc.)
  • Zwischen der zunächst abgeschlossenen Lehre und dem nachfolgenden Studium ein enger sachlicher Zusammenhang (Bsp: Banklehre > Jurastudium: ja; kaufmännische Lehre > Philosophiestudium: nein) und zeitlicher Zusammenhang besteht (nein bei Ausübung des durch die Lehre ausgeübten Berufs für 2 Jahre und anschließender Aufnahme eines Studiums. Den Eltern muss zudem die Finanzierung der Zweitausbildung möglich sein. Wenn dies nicht der Fall ist, kann das Kind einen Antrag auf BAföG stellen.
  • Absolviert das Kind nach seiner Schulausbildung zunächst eine Lehre, besucht hiernach eine Fachoberschule, um ein Fachhochschulstudium aufzunehmen, bedarf es nicht nur des vorbeschriebenen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs zwischen den einzelnen Ausbildungsabschnitten. Darüber hinaus muss bereits bei Aufnahme der ersten beruflichen Ausbildung der Wunsch einer späteren schulischen Weiterqualifizierung erkennbar sein, um letztlich die erstrebte Berufsausbildung mit einem weiterbildenden Studium abzuschließen.
  • Regelmäßig ist dem Studierenden von seinen Eltern nach Abschluss des Bachelor-Studienganges auch der Master-Studiengang zu finanzieren, sofern ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen den Studiengängen besteht, den Eltern die Kostentragung für den Masterstudiengang wirtschaftlich zuzumuten ist und der Masterstudiengang die Berufschancen erhöht. Für den sachlichen Zusammenhang reicht es aus, wenn es sich um verwandte oder gleichwertige Studiengänge handelt (Bsp.: Bachelor-Studiengang in Politologie und Masterstudiengang in International Business).
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