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Sättigungsgrenze beim Kindesunterhalt

Sättigungsgrenze beim Kindesunterhalt

Der Unterhaltsbedarf minderjähriger und volljähriger Kinder orientiert sich am Lebensstandard der Eltern. Es gibt daher keine grundsätzliche Sättigungsgrenze für die Unterhaltshöhe bzw. einen erhöhten Mehrbedarf gibt. Am bisherigen Lebensstandard der intakten Familie sollen die Kinder auch mit der Trennung oder Scheidung der Eltern teilhaben. Einzelfallentscheidung orientieren sich an einem deutlich erhöhten BAföG-Satz (statt 670 € nunmehr 1.100 €), wobei die Grenze nach oben offen ist, insbesondere wenn es beispielsweise darum geht, Kindern standesgemäße Internate, Elite-Universitäten, ein Auslandsstudium, Teilhabe an familienüblichen Sportarten (Polo, Segeln, Golf etc.), musikalische Ausbildung oder familienübliche Urlaube zu ermöglichen. Ein höherer Bedarf ist im Zweifel von dem Unterhaltsberechtigten darzulegen und zu beweisen.

Eine Begrenzung der Unterhaltshöhe wird auch bei Behinderungen des Kindes nicht vorgenommen, da hier regelmäßig ein erhöhter Bedarf besteht.

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