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Kann ich Trennungsunterhalt verlangen?

Anspruch auf Trennungsunterhalt; muss ich Trennungsunterhalt zahlen

 

Wenn sich die Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner trennen, kann derjenige, der weniger Einkommen hat als sein Ex-Partner, von diesem Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB verlangen:

 

  • Bsp.: M verdient monatlich netto 2.100,- €. F hat die beiden minderjährigen Kinder betreut und hat kein eigenes Einkommen > Lösung: F hat einen Anspruch in Höhe von 3/7 von 2.100,- € = 900,- €.
  • Bsp: M verdient monatlich 2.550,- €. F betreut ein Kind und arbeitet auf 450,- €-Basis > Lösung: F kann Unterhalt fordern von 3/7 des Differenzbetrages der beiden Einkommen (2.550 – 450) = 900,- €.

Ganz so einfach ist die Berechnung des Unterhalts aber meist nicht. Grundlage der Unterhaltsberechnung sind die Einkünfte der Ehegatten bzw. Lebenspartner (Lohn/Gehalt/Urlaubs-/Weihnachtsgelt etc.) und die Abzüge (Steuern, Sozialabgaben, Altersvorsorge, Fahrtkosten zur Arbeit, Kindesunterhalt, Kreditraten etc.). Was zum Einnahmen und Abzügen zu rechnen ist, ist aber oftmals streitig.

Wichtig: Auf den Trennungsunterhalt kann -auch nicht anteilig- im Voraus verzichtet werden. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Ehegatten oder den Lebenspartnern sind unwirksam. Vereinbarungen über den Ausschluss von nachehelichen Unterhalt sind grundsätzlich zulässig, können aber im Falle einer Notlage des Ehegatten nach der Scheidung unwirksam sein.

Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die Hauptseite zur Höhe und Berechnung des Trennungsunterhalts verwiesen.

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