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Beratungshilfe

Beratungshilfe gibt Rechtssuchenden mit geringen Einkünften die Möglichkeit, ihre Rechte im außergerichtlichen Bereich wahrzunehmen.

Beratungshilfe

In diesen Angelegenheiten gibt es Beratungshilfe

  • Zivilrecht, u. a. mit dem Ehe- und Familienrecht, Baurecht, Werkvertragsrecht
  • Arbeitsrecht
  • Sozialrecht
  • Strafrecht und Ordnungswidrigkeitsrecht (aber nur Beratung, keine Vertretung)
  • Verwaltungsrecht (Bsp.: Widerspruch gegen behördlichen Bescheid)

Wer bekommt Beratungshilfe?

  • Wer Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder BAföG (Bsp.: Jobcenterleistungen, Hartz IV, Studienförderungen) in Anspruch nimmt;
  • wer über ein geringes Erwerbseinkommen verfügt;
  • auch wer über höhere Einkünfte verfügt, aber Ausgaben für Unterhalt und Schulden etc. hat.

Welche Leistung erbringt der Rechtsanwalt bei der Hilfe?

  • Beratung des Mandanten;
  • Vertretung des Mandanten;
  • außergerichtliche Tätigkeit (Schriftverkehr, Telefonate, Besprechungen, Regelung des Streitfalles etc.) mit dem Anspruchsgegner, Behörden etc.

Wie bekommt man Beratungshilfe?

  • Mündlich oder schriftlich stellt der Rechtssuchenden bei der Beratungshilfestelle des zuständigen Amtsgericht, in dessen Bezirk der Wohnsitz des Rechtssuchenden liegt, einen Antrag. Die Rechtsangelegenheit, für die eine Beratung gewünscht wird, muss beschrieben werden (Bsp.: Kündigung Mietvertrag, Unterhaltsforderung, Mängel beim Kauf).
  • Ferner sind die Einkommens- und Vermögensverhältnisse nachzuweisen: Jobcenterbescheid, Lohnabrechnung, Mietvertrag, Nachweis über zu tilgende Schulden bzw. Unterhaltszahlungen. Mit dem erhaltenen Berechtigungsschein können Sie dann zu ihrem Anwalt gehen.
  • Die beantragte Rechtsverfolgung darf nicht mutwillig sein.
  • Mit dem Berechtigungsschein geht man dann zu einem Rechtsanwalt.
  • Oder man sucht sich gleich einen Anwalt, der dann freundlicherweise für den Mandanten einen Antrag auf Beratungshilfe bei Gericht stellt, sofern dieser Aussicht auf Erfolg verspricht.

Was kostet die Beratungshilfe?

Der Rechtssuchende muss seinem Anwalt einen Eigenanteil von 15,00 € zahlen, Nr. 2500 VV-RVG. In begründeten finanziellen Notfällen kann der Anwalt auf diese Zahlung verzichten.

> Das Beratungshilfeformular können Sie im Internet herunterladen oder bei uns anfordern.

Prozesskostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe

Kann die Rechtsangelegenheit nicht außergerichtlich geklärt werden, besteht die Möglichkeit, mit gesondert zu beantragender Prozesskostenhilfe bzw. Verfahrenskostenhilfe seine Interessen vor Gericht durch einen Anwalt vertreten zu lassen. Einzelheiten finden Sie hier.

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