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Bedürftigkeit beim nachehelichen Unterhalt

Bedürftigkeit beim nachehelicher Unterhalt

Wer nachehelichen Unterhalt beansprucht, muss bedürftig sein. Bedürftigkeit liegt vor, wenn der geschiedene Ehegatten seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenen Einkünften und/oder seinem Vermögen finanzieren kann. Der Umfang der Lebensunterhalt richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen.

Eigene Erwerbstätigkeit nach der Scheidung

Nach dem Ende der Lebensstandardgarantie (einmal Arztfrau, immer Arztfrau) kann die Ehefrau sich nicht dauerhaft auf das bislang geführt Leben mit Ihrem Mann berufen. Sie muss nun selbst verstärkte Anstrengungen unternehmen, um ihr künftiges Leben selbst zu finanzieren: Grundsätzlich ist sie verpflichtet, eine angemessene Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder eine bisherige teilweise Tätigkeit auszuweiten. Diese Tätigkeit muss angemessen sein, was dann der Fall ist, wenn sie der Ausbildung und tatsächlichen Fähigkeiten, dem Lebensalter und dem Gesundheitszustand des Unterhaltsbegehrenden entspricht. Liegen die Voraussetzungen für eine Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor und kommt der Unterhalt Verlangende dem nicht nach oder nicht in ausreichendem Maße, können ihm fiktive Einkünfte angerechnet werden, das heißt er wird so behandelt, als würde er diese theoretischen Einkünfte tatsächlich verdienen.

  • Bsp.: Die geschiedene Ehefrau muss nach der Scheidung im erlernten und bislang halbtags ausgeübten Beruf nunmehr vollschichtig arbeiten. Ist sie gesundheitlich dazu in der Lage, hat sie  keine zu betreuenden Kinder und kann sie auch eine Arbeitsstelle finden, können ihr fiktive Einkünfte angerechnet werden. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen, dass sie tatsächlich erzielen könnte.

Welche weiteren Voraussetzungen für den nachehelichen Unterhalt bestehen. lesen Sie hier.
 

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